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Europäischer Protesttag am 5. Mai 2015

zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

von und für Menschen mit und ohne Behinderung

Mitte April haben wir Mitglieder des Vereins Verein Forum & Projekt Lausitz e.V. "Bürgerwerkstatt" ein neues Projekt von Aktion Mensch begonnen und vorbereitet, um auf den "Tag der Begegnungen" am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hinzuweisen. Aus diesem Anlass stellten wir am Montagvormittag (4.Mai 2015) an der "Grenzvilla" - Görlitzer Straße 1 einen Info-Stand auf, um Vorübergehende zu diesem Thema anzusprechen. Dieses Angebot wurde gern angenommen und führte zu anregenden Gesprächen über ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Angesprochene Bad Muskauer Bürger berichteten uns von ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten, die sie mit ihrer Behinderung oder der Behinderung ihrer Angehörigen in unserer Park- und Kurstadt Bad Muskau vorfinden und erleben. Ein Rollstuhlfahrer erzählte uns beispielsweise von rücksichtslose PKW-Lenkern, die ihre Autos auf den abgesenkten Bürgersteig Ecke Neustädter Berggasse/ Schmelzstraße abstellen, um mal schnell und in aller Eile die Volksbank zu besuchen, obwohl ihnen in der Neustädter Berggasse Kunden-Parkplätze der Volksbank zur Verfügung stehen. "Du kannst ja auf der Straße entlang fahren", wurde dem Behinderten zusammen mit einem scheußlichen Schimpfwort ins Gesicht geschleudert. Wie oft sieht man auch Autos mit zwei Rädern auf den schmalen Gehwegen unserer Stadt stehen. Dieses Fehlverhalten für den raschen Gang ins Geschäft hilft niemandem: der fließende Straßenverkehr wird genauso behindert wie die Bürger auf dem Gehweg, die mit Kinderwagen, Gehhilfen, Rollstuhl bzw. Rollator unterwegs sind.

Für den Nachmittag haben wir Mitglieder der "Bürgerwerkstatt" ein Programm vorbereitet, damit Menschen mit und ohne Behinderung sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen konnten. Wie im Programm vorgesehen, trafen wir uns mit den Teilnehmern am Marktbrunnen, spazierten zusammen durch den Muskauer Park und besuchten dort die Fürst-Pückler-Ausstellung im Neuen Schloss. Die Ausgangsfragen: „Wie behindertengerecht sind die Wege, Ausstattung der Gebäude, Kulturstätten? Wird ihre Nutzung durch irgendwelche Barrieren eingeschränkt?", hatten wir stets im Blick. Die Einrichtung des Kulturhotels Fürst Pückler Park Bad Muskau nutzten wir zu einer Kaffeepause, um im Anschluss daran eine Kremserfahrt in zwei Gruppen durch Bade-, Berg- und Schlosspark zu unternehmen. Die vorhandenen Rollstühle konnten dankenswerterweise in der Sakristei der Evangelischen Kirchengemeinde untergestellt werden. Dort fanden wir uns am Abend auch bei einem kleinen Picknick zu einem Abschlussgespräch zusammen. Wir konnten feststellen, dass unser Projekt bei allen Beteiligten guten Anklang gefunden hat, dass wir miteinander ins Gespräch gekommen sind, über Sorgen und Nöte der Menschen mit und ohne Behinderung sprechen konnten und mit unserer Veranstaltung letztenendes auch allen Beteiligten viel Freude bereitet haben. Wir danken allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, vor allem auch den freiwilligen Helfern der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Muskau.

Brigitte Haraszin

 

Aktion Mensch Aktion Mensch

Aktion Mensch

 

Die festen Parkwege beim Spaziergang und die sanitären Einrichtungen

im Neuen Schloss sind optimal.

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