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Parkführerin mit Handicap am 5. Mai 2018

Parkbesucher mit Handicap führte die Parkführerin schon öfter - jedoch selbst körperlich beeinträchtigt zu sein und trotzdem Besucher zu führen, das hatte sie noch nicht getan. Was werden die Besucher dazu sagen?

 

Badepark 2

Waldeisenbahnstation

 

Heute, am Samstag. 5. Mai, folgte der 2. Teil unsres Projektes Aktion Mensch: Ich hatte um 14 Uhr die Öffentliche Parkführung der Stiftung "Fürst-Pückler-Park" Bad Muskau übernommen. An dieser Parkführung kann jeder Parkbesucher ohne Voranmeldung teilnehmen. Jeder Teilnehmer erhält gegen Entrichtung eines Teilnehmerbetrages bei der Info der Stiftung im Neuen Schloss eine Teilnehmerkarte. Zuvor hatte ich hatte mit der Stiftung abgesprochen, dass ich wegen einer Knieverletzung diese Parkführung mit meinem 7km/h -Elektomobil durchführen würde.

 

An dieser Parkführer nahmen 5 Park-Besucher und 11 Mitglieder und Angehörige unsres Vereins Forum & Projekt Lausitz e.V./ Bürgerwerkstatt teil, z.T. auch mit Handikap (Rollstuhl). Ich war gespannt, wie die Gäste reagieren würden und erklärte ihnen diese recht ungewöhnliche Parkführung, die ich erstmalig mit einem Elektomobil durchführen würde. Schon auf meiner Hinfahrt sah ich sehr erstaunte Blicke von Bekannten auf mich gerichtet und manche wagten auch, sich nach meinem Befinden zu erkundigen.

 

Die Parkführung ist aber sehr positiv angenommen worden und gut verlaufen. Dadurch, dass ich immer wieder aus dem Fahrzeug aussteigen und mich auf Augenhöhe begeben konnte, um die Abbildungen zu zeigen und zu erklären, fühlte ich mich wohl. Auf diese Weise konnte ich mich nicht nur schmerzfrei vorwärts zu bewegen, sondern kam auch, dem Tempo der Parkbesucher angepasst, schneller vorwärts.

Muskauer Bergpark

Steiler Anstieg in den Bergpark - aber fast barrierefrei

 

Anders erging es mir ein paar Tage danach bei einer Führung durch den Bergpark. Ich holte wiederum die Gruppe mit meinem Elektromobil vom Haltepunkt der Waldeisenbahn Muskau im Badepark ab. Es war ein heißer Tag. Die Besucher waren zum Teil hochbetagt. Das Reiseunternehmen hatte festgelegt, dass die Tour vom Badepark über den Bergpark (Höhenunterschied ca. 50 Meter) an der Bergschen Kirchruine vorbei, die Bockkellergasse abwärts verlief und am "Kaffee König" endete.

 

Bergsche Kirchruine

Bergsche Kirchruine

Ich war auf dieser Tour mit meinem Elektromobil sehr gut bedient, denn ohne Anstrengung konnte ich den ziemlich steilen Anstieg bewältigen. Dagegen hatten einzelne Personen der Reisegruppe sehr große Schwierigkeiten, ja, sie taten mir regelrecht leid, dass sie sich so anstrengen mussten. Ich bemühte mich, die letzten der Gruppe aufzumuntern und zu motivieren. Alle haben es schließlich geschafft. Ich vermute aber, dass sie diesen Aufstieg so schnell nicht vergessen werden – diese ungeahnte Bergwelt im Muskauer Park! Der weitere Höhenweg entschädigte mit wundervollen Ausblicken in die Stadt und den Schlosspark im Neißetal.

Blick in den Muskauer Schlosspark


Brigitte Haraszin

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